New Year, same old bullshit



Bevor du dir diesen Artikel durchliest, wollte ich nur sagen: Du bist es wert. Du hast was besseres verdient.

Wenn 2017 für dich ein tolles Jahr war und du dich auf 2018 freust und hoffst, dass das Jahr genauso ein Erfolg wird wie 2017, dann beglückwünsche ich dich und wünsche mir vom ganzen Herzen, dass du immer so glücklich und zufrieden bleiben sollst :-)

Wenn 2017 privat oder beruflich dein absoluter Horror war, dann will ich dir sagen, dass du nicht an dir selbst zweifeln sollst. Es gibt einen Spruch "Wenn du unglücklich in einer Situation bist, dann ändere sie". Das ist im wahrsten Sinne des Wortes leichter gesagt, als getan.

Es gibt Situationen, die wir durchmachen MÜSSEN, weil man nicht so schnell aus dieser Situation raus kann. Weil man emotional oder finanziell daran gebunden ist. Diese Situationen sollten aber nicht von Dauer sein. An Problemen wachsen wir, aus Fehlern lernen wir. Das heißt aber nicht, dass wir von Problem zu Problem wandern sollten. Irgendwann sind wir dran. Mit dem zufrieden sein. Frieden mit sich, mit der Familie, Freunden, Schule oder Beruf zu schließen.

Egal wer, egal wo - wenn dir einer oder mehrere Leute das Gefühl geben, dass du nicht gut genug bist, dass du dumm bist, dass du unzuverlässig bist, dass du eine schlechte Mutter/Vater, Freund/Freundin, Kollege/Kollegin etc bist, rate ich dir, diese Menschen aus deinem Leben zu radieren. Weg mit diesen Menschen. Die sind 2017, und sollten auch im Jahr 2017 bleiben. Du machst weiter. Stärker und selbstbewusster.

Selbstbewusst...was bedeutet das eigentlich? DU bist dir selbst BEWUSST! Du weißt ganz genau, auch wenn nur tief im Inneren, du KANNST es! DU hast es drauf! Es schlummert in dir drin, es muss nur an die Oberfläche. Gib dir Zeit, nimm dir die Zeit. Es passiert vielleicht von heute auf morgen, vielleicht passiert es in acht Jahren. Gott weiß als einziger, wann der richtige Zeitpunkt kommt.

Umgib' dich nur von Menschen, die dich schätzen, dich loben, dich konstruktiv kritisieren, die gerne deine Gesellschaft genießen. Distanziere dich von Menschen, die arrogant sind. Solche Menschen halten sich für etwas besseres und keiner von uns ist besser oder schlechter als der andere. Distanziere dich von Menschen, die nur schlecht über andere reden. Denn das tun die mit Sicherheit auch über dich. Selbst wenn sie nett zu dir sind. Distanziere dich von Menschen, die nur nörgeln, meckern und sich beschweren - diese Menschen ziehen dich runter. Negative Energie wirkt (leider) auf einen intensiver, als Positive.

Auch wenn keiner es tut, glaube fest an dich und an deine Ziele. Vernichte alle Hindernisse und zeig allen, die dir das Gefühl gegeben haben, dass du nutzlos bist, den Mittelfinger.

Ich wünsche dir ein harmonisches, zufriedenes, erfolgreiches 2018.

In Liebe,

Elif














LOW CARB BROT | NUR 4 ZUTATEN



Heute habe ich ein Low Carb Brot für euch! Mit nur 4 Zutaten (Wenn wir Salz dazuzählen, sind es 5) könnt ihr super schnell ein kohlenhydratreduziertes Brot backen. Haferkleie (bitte nicht mit Haferflocken ersetzen) gibt es unter anderem bei: Rewe, Edeka, dm, Rossmann, Reformhäusern etc. Hier noch einmal die Hauptzutaten: 500 g Magerquark 3-4 Eier 250 g Haferkleie 1 Pck Backpulver 7 Prisen Salz Optional: Eurer Phantasie sind keine Grenzen gesetzt: Egal welche Gewürze, egal welches Gemüse (Oliven, Zwiebeln, getrocknete Tomaten etc.) probiert euch einfach aus! Bei mir kommt als Topping immer eine kleine Menge an gerösteten Sesamsamen drauf. Es schmeckt dadurch einfach mehr nach "Brot". PS: Für echte Brotliebhaber wird das wahrscheinlich keine Alternative sein. Leute, die einfach einen leckeren ERSATZ suchen, kann ich dieses Brot wärmstens empfehlen. Apropos warm: Bitte wartet unbedingt min. 10 Min mit dem anschneiden, das Brot sollte abgekühlt sein, so lässt er sich besser durchschneiden.

Joblos nach dem Studium

Fotocredit: chb1848/Flickr

"Du willst was aus dir machen? Du musst studieren! Wozu machst du sonst dein Abitur? Du kannst werden was du willst, wenn du studierst." - Diese oder ähnliche Sprüche hat jeder von uns mal gehört. Eltern erzählen stolz ihren Freunden und Kollegen, dass ihre Kinder studieren und an sich arbeiten, die Lehrer haben uns vermittelt "studiere, um was zu werden". Das mag auch alles stimmen und ich möchte nichts schlecht machen oder schlecht reden, im Gegenteil: Bildung ist mega wichtig, jeder sollte sich immer und überall weiterbilden, ob in der Schule oder im Leben. Egal ob Ausbildung oder Abitur, Bachelor, Master oder Doktortitel, jeder hat seine Ziele im Leben.

Das Studieren wird so hoch gelobt und auch hoch angesehen, doch wovor mich keiner gewarnt hat, war die Arbeitslosigkeit. Arbeitslos? Das sind doch Menschen, die entweder einen schlechten oder gar keinen Abschluss absolviert haben oder Menschen, die einfach zu faul sind, um zu arbeiten. Ich, ich habe doch studiert, das kann mir nicht passieren - denkste. Nach dem Kolloquium fühlst du dich fresh, erleichtert und bereit. Bereit, dein erlangtes Wissen anzuwenden, bereit, endlich zu arbeiten und dein eigenes Geld zu verdienen, bereit, 40 Stunden in der Woche zu arbeiten. DU willst, aber keiner will dich. Leute, wenn ihr nach eurem Studium sofort einen Arbeitsplatz gefunden habt, dann gehört ihr zu den Glücklichen. Es kommt natürlich auf die Branche an; habt ihr etwas studiert, was gefragt ist, z.B. aus dem Bereich des Ingenieurwesens, IT etc. dann wird die Jobsuche bei euch vermutlich nicht so lang dauern. Ich kann nur für mich und meine Freunde sprechen, die ebenfalls in der Medienbranche einen Job suchen.
Instagrampost vom 25. Juli 2015. Damals war ich einfach nur froh und aufgeregt, dass ich endlich meine Bachelorarbeit abgeben durfte.


Ich war auf der Geburtstagsfeier meiner Schwester und habe mich mit zwei ihrer Freundinnen unterhalten, die frisch ihren Bachelorabschluss gemacht haben und auch im Bereich Medien/Marketing/Personalwesen Jobs suchen - erfolglos. Ich selbst habe erst nach sieben Monaten einen Teilzeitjob gefunden, und wenig später dann durch Zufall meinen jetzigen Job. Volontärin war nie für mich der Job, den ich mir vorgestellt hab, aber was soll man machen? Man nimmt das, was man kriegen kann. "Ja man, ich habe meinen Bachelor und kann endlich 3.000 Euro Brutto im Monat verdienen" - so oder so ähnlich habe ich gedacht und ich wette, ich bin nicht die einzige. Wieso ist das so schwer? Liegt das an der Region? Liegt das an der Leistung? An der Bewerbung? Am Geschlecht? Oder am Namen? Beim Letzteren würde man ja Rassismus unterstellen und beim Punkt mit dem Geschlecht auch Diskriminierung. Aber ist das wirklich schwieriger als Frau, im "gebärfähigem" Alter, einen Job zu finden? Selbst wenn es so ist, kein Unternehmen würde das offen zugeben. Aber das ist ein anderes Thema.

Es liegt höchst wahrscheinlich an der mangelnden Berufserfahrung. "Aber ich habe während meines Studiums zig Praktika gemacht!" - vielen Unternehmen ist das nicht mal wichtig. Die wollen Arbeitskräfte, die man sofort einsetzen kann und keine Studentin, die man noch einarbeiten muss. Das ist zumindest mein Empfinden. Du hast Marketing studiert und bewirbst dich auf eine Stelle, wo sich ebenfalls einer bewirbt, der vielleicht nicht studiert hat, sondern "nur" eine Ausbildung absolviert hat, aber schon seit fünf Jahren als Marketing-Manager in einem namenhaften Unternehmen gearbeitet hat und schon Kontakt mit vielen Unternehmen/Kunden hatte. Für wen entscheiden sich die Personaler? Natürlich möchten auch viele Firmen junge, noch "ungeformte" Arbeitskräfte, aber je mehr absagen man bekommt, desto frustrierter wird man einfach.
Noch total euphorisch und glücklich lol. Instagrampost vom 2. Dezember 2015 direkt nach meinem Kolloquium. 


Ich wusste auch nicht wirklich, was ich den zwei Mädels von der Geburtstagsfeier raten sollte, es gibt kein Geheimrezept. Man muss einfach dran bleiben und an sich und auch an der Bewerbung arbeiten. Aber irgendwann hat man alles getan, was einem in der Macht steht und ist plötzlich machtlos. Vor allem, wenn man nicht einmal die Chance bekommt, sich persönlich beim Vorstellungsgespräch vorzustellen. An alle arbeitssuchenden Akademiker: Es ist überhaupt nicht peinlich, arbeitslos zu sein. Klar, gibt das keiner gern zu und man fühlt sich wie ein Loser, aber das ist falsch. Es geht so vielen Absolventen so, ihr seid nicht allein.

Glaub an euch, und bleibt einfach am Ball. An meine muslimischen Leser: Sabirli olun, Allah c.c. size yardimci olsun. Her iptalda "hayirli is degilmis" düsünün ve güzel bi is icin dua edin.

Hi, my name is....?


Man ist verliebt, man ist glücklich und hat vor kurzem einen Heiratsantrag bekommen. Besser kann es nicht laufen! Wir Frauen planen schon zehn Wochen voraus, wir wissen zwar nicht, welches Kleid wir anziehen werden, aber wir wissen, wie die Saaldekoration aussehen wird. Ob man das Ganze alleine, mit Freunden oder mit der Familie plant: Es ist sehr stressig, es macht aber irre viel Spaß. Ich habe meine Hochzeitsfeier selbst geplant und je nachdem habe ich meiner besten Freundin und meiner Schwester Aufgaben übertragen. Früher oder später beschäftigt man sich mit dem "Nachnamen"-Problem: Nehme ich seinen Nachnamen an? Soll er meinen annehmen? Oder soll ich mir einen Doppelnamen zulegen?

Einige werden wie aus der Pistole geschossen sagen: "Ich werde natürlich seinen Nachnamen annehmen!" - Zu diesen Frauen habe ich auch gehört. Für manche Frauen, gibt es nichts Schöneres, als endlich Mrs. XY zu sein. Und da gibt es noch Frauen wie mich, denen das Ganze ganz und gar nicht leicht fällt. Doppelname? Klingt so, als könne man sich weder für das eine, noch das andere entscheiden. Er soll meinen Nachnamen annehmen? Hm, das wirkt komisch und bei einer türkischen/bosnischen Familie kommt das (meist) nicht in Frage. Wieso? Es ist Tradition. Für mich war es auch von Anfang an klar, dass ich seinen Namen annehmen werde. Ich finde es auch wirklich sehr schön, einen gemeinsamen Familiennamen zu haben.

Ich habe sehr oft über einen Doppelnachnamen nachgedacht, aber bei einem Mix aus zwei Sprachen, fand ich, dass das blöd klang. Stellt euch vor, ihr würdet beispielsweise Feldmann-Karabiberogullari heißen...viel Spaß beim Buchstabieren lol. Nichts gegen die Frauen/Männer, die einen Doppelnachnamen haben, nur für mich wäre es nichts. Ich habe mich immer mit dem Gedanken getröstet, dass ich kein Stück Papier brauche, der mich daran erinnert, dass ich eine Bülbül bin.

Kommen wir nun zu seinem Nachnamen: Ich bin froh, dass ich einen Nachnamen habe, der mir gefällt. Aber trotzdem habe ich meinen Mädchennamen geliebt. Dieser Name verbindet mich mit meiner Familie, mit meiner Herkunft. Bülbül bedeutet übringens Nachtigall - noch nie hab ich so viele Komplimente bekommen, wie für meinen Nachnamen. Klingt dumm, ist aber so lol. Ich hatte das Gefühl, dass ich stückweit meine Identität aufgebe. Naja, es ist ja auch so, oder etwa nicht? Ich war jahrelang Elif Bülbül, egal ob in der Schule, beim Arzt, im Studium oder sonstwo. Auf meinen ganzen Blöcken stehen die Initialen EB - überhaupt nicht eingebildet lol. Es fiel mir anfangs wirklich sehr schwer, mich damit abzufinden, mich daran zu gewöhnen. Auch wenn es das Normalste auf der Welt ist, hatte ich auch das Gefühl, meine Familie im Stich gelassen zu haben. Als würde ich den Nachnamen meines Vaters, meines Opas, meines Urgroßvaters nicht mehr haben wollen.

Aber es ist eine Phase, wenn du genauso empfindest wie ich, dann gehörst du wohl auch zu den Leuten, die alles überdramatisieren lol. Aber es ist nicht leicht, seinen Namen, mit den dich die Leute 20-30 Jahre lang angesprochen haben, aufzugeben. Zumindest auf den Papieren.

Warum behält nicht jeder einfach seinen Nachnamen? Das gibt es in einigen Ländern, für mich wäre das aber auch nichts. Wenn ich mir vorstelle, dass mein Papa, meine Geschwister und ich den selben Nachnamen haben und meine Mutter einen komplett anderen, würde ich das ehrlich gesagt blöd finden.
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Dieser Gedanke hat mir dabei geholfen, diese Veränderung etwas positiver zu sehen: Es ist kein neuer Nachname, sondern ein Familienname. Mittlerweile komme ich besser damit klar, man braucht nur etwas Zeit. Die einigen brauchen ein paar Wochen, die einigen mindestens ein Jahr, so wie ich.